SPD-Arbeitsgruppe der VG Rüdesheim besucht Sozialstation Nahe

Gesundheit

 

Plötzlich pflegebedürftig! Was tun? Wo bekomme ich Hilfe?

Um auf diese Fragen eine Antwort zu bekommen, besuchte die Arbeitsgruppe „Gesundheit und Älterwerden“ der SPD der Verbandsgemeinde Rüdesheim die Sozialstation Nahe in Hargesheim.

Wenn durch Krankheit, Unfall oder Alter ein Familienmitglied pflegebedürftig wird, braucht man Hilfe. Erste Anlaufstelle ist meist der Hausarzt, der aber nur für die ärztliche Versorgung zuständig ist. Antworten und Beratung zu Pflegestufe, Hilfsmittel, Wundversorgung oder auch Unterstützung bei der Versorgung der Familienmitglieder gibt es bei offiziellen Pflegestützpunkten.

Bei der Sozialstation gaben die Geschäftsführerin Frau Pütz und die Pflegeberaterin Frau Schrahe einen intensiven Einblick in ihre Arbeit. Informiert wurde über Pflegedienstmitarbeiter/innen, die zu Hause sowohl die medizinische Versorgung wie auch Unterstützung bei der Hausarbeit sicherstellen. In Hargesheim gibt es zudem eine Tagesbetreuung, die den Angehörigen die Möglichkeit gibt, Familienmitglieder weiter zu Hause wohnen zu lassen und trotzdem dem Beruf nachzugehen oder auch einmal eine Auszeit nehmen zu können.

In das Tagesprogramm konnte die AG hineinschnuppern und wurde von den Seniorinnen der Lektüregruppe freudig begrüßt. Frau Gomez gab Auskunft über die flexiblen und ganz individuellen Betreuungsangebote, aber auch über den Umfang der notwendigen Dokumentationsarbeit. Beeindruckend ist die Freundlichkeit und Offenheit des Personals. Die zum Ausdruck gebrachte Arbeitszufriedenheit ist offensichtlich auf den gelebten Teamgeist und die angemessene, tarifgebundene Bezahlung zurückzuführen.

Das Angebot der Sozialstation wird komplettiert durch hilfreiche Vorträge, die Informationen zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Tagespflege, Sozialhilfen u.v.m. geben.

Im Gespräch wurde klar, dass ein großes, oft unterschätztes Problem bei älteren, immobilen Menschen die Einsamkeit ist. Der Förderverein der Sozialstation versucht hier durch das Organisieren ehrenamtlicher Besuche zu helfen. Betont wurde aber eindringlich der Bedarf, die möglichst lange Eigenständigkeit der älteren Menschen durch Fahrdienste zu fördern. Ein sehr gut funktionierendes Beispiel hierfür ist der Bürgerbus im Raum Stromberg. Senioren können mittels dieses sinnvollen Serviceangebotes zum Einkaufen oder Arztbesuch gefahren werden. Die SPD der VG Rüdesheim sieht sich durch diese Bedarfsschilderung in ihrer langjährigen Forderung nach einem Bürgerbus bestätigt. Soziales Miteinander könnte durch diese Form des Ehrenamtes gefördert werden und wäre eine große Hilfe für ältere Bürger und Bürgerinnen, die sich ein Leben im gewohnten Umfeld wünschen.

Für die SPD Arbeitsgruppe war es ein aufschlussreicher Besuch, bei dem klar wurde:  Es gibt Unterstützung! Der wichtigste Ansprechpartner sind Pflegestützpunkte und Beratungsstellen.

Die ökumenische Sozialstation ist mit Sicherheit eine gute Adresse.

 

Homepage SPD-Gemeindeverband Rüdesheim

 

Counter

Besucher:374823
Heute:154
Online:1